BÜNDNIS STOP G7 weist Angstmache vor den Gipfelprotesten zurück

* BÜNDNIS STOP G7 weist Angstmache vor den Gipfelprotesten zurück
* Aktionskonsens veröffentlicht
* Einladung zur letzten Pressekonferenz vor den Aktionen am Samstag,
11.4., 14 Uhr, Café Brazil

Das Bündnis Stop G7 weist die Angstmache vor den Protesten gegen das
G7-Außenministertreffen als unbegründet zurück. Ebenso widerspricht das
Bündnis ausdrücklich der Darstellung, dass die Demonstrationen für die
Sperrungen oder die Einstellung des Busverkehrs verantwortlich seien.

“Von uns aus soll jeder Bus sicher durch die Innenstadt fahren und können sich alle Menschen frei in der Stadt bewegen. Die Verantwortung für Absperrungen trägt die Polizei und Bürgermeister Saxe, der eine Hochsicherheitstagung immer noch mit einer Maßnahme des Tourismusmarketings verwechselt.”,

erklärte Christoph Kleine für das Bündnis Stop G7.

In einem heute veröffentlichten Aktionskonsens wird beschrieben, wie die
Demonstrationen und Aktionen des Bündnisses ablaufen sollen. Die
Großdemonstration am 14.4. solle den Protest “laut, bunt und massenhaft”
auf die Straße bringen. Das Bündnis plant eine “Demonstration mit und
für die Lübecker Bevölkerung, zu der alle Menschen ausdrücklich
eingeladen und willkommen sind.”

Von der Demonstration getrennt sind die Aktionen des Zivilen Ungehorsams. Hierzu heißt es in dem Text:

“Vor und nach der Demo werden viele Aktivist_innen mit Aktionen des zivilen Ungehorsams deutlich machen, dass die G7 keine Legitimität besitzen, um über die Belange der Welt zu entscheiden! … Dabei geht von uns keine Eskalation aus.”

Die Vorsitzenden der Lübecker Linken, Katjana Zunft und Sascha Lüttkens,
erklären dazu:

“Das mediale Schüren der Angst vor der Demo in Lübeck soll über die wirkliche Gefahr hinwegtäuschen: Armut, Hunger und Elend in der Welt sind mitursächlich der Interessenpolitik der G7 geschuldet. Deswegen fordern wir alle Bürger auf, sich an diesen Demonstrationen zu beteiligen, um ein Zeichen zu setzen gegen die Mächtigen der Welt!”

Und Roland Vorkamp, Mitglied des Kreisvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN erklärt für seine Partei:

“Demos gehorchen anderen Spielregeln als der politische Diskurs. Demos sind zuerst wichtige Bausteine der Willensbekundung, die gerade auch Differenzierungen in Bündnissen transportieren. Bei einer Grundidee:
Gewaltfreiheit, die von allen Seiten geschützt wird.”

Für die Blockadeaktionen “Block G7″ stellt Maren Janotta klar:

“Wer die G7 in die Stadt holt, hat damit auch den Protest bestellt. Wenn durch die Politik der G7 Not, Krieg und Hunger in der Welt herrschen, kann sich der Widerstand nicht nach der deutschen Straßenverkehrsordnung
richten. Ziviler Ungehorsam ist legitim und notwendig.”

Das Bündnis Stop G7 lädt zu einer letzten Pressekonferenz vor den Aktionen:
Samstag, 11. April 2015, 14 Uhr, Café Brazil, Willy-Brandt-Allee 9